Neurodermitis-Kind? Dicke Haut zulegen

Neurodermitis-Kind und eine dicke Haut zulegen

Neurodermitis ist so eine Krankheit, bei der jeder jemanden kennt (, der jemanden kennt) dem dieses oder jenes geholfen hat. Wenn dein Kind also an Neurodermitis leidet, solltest du dir als allererstes eine „dicke Haut zulegen“: Je dünner und durchlässiger die Haut deines Kindes, desto dicker sollte deine „mentale Haut“ sein!

Achtung: Dieser Beitrag enthält Ironie in kleinen (Creme-)Dosen!

Neurodermitis Tipps – von gut gemeint bis übergriffig

Eins vorne weg: Ich unterstelle einfach mal jedem der „seinen Senf“ zur Neurodermitis deines Kindes dazu geben möchte: Aufrichtige Hilfsbereitschaft. Klar: Die wollen alle nur helfen! Leider haben viele davon ihr „Wissen“ über Neurodermitis ausschließlich durch „Hören-Sagen“. Und falls sie selbst betroffen sind/es einmal waren, kann ihnen etwas ganz anderes geholfen haben, als es bei deinem Kind der Fall sein muss.

Ach, übrigens: Es muss sich noch nicht einmal um eine „echte Neurodermitis“ handeln. Schon ein simpler Neugeborenen-Ausschlag, kann Anlass für die kühnsten Überlegungen und tollsten Ratschläge sein: Da bekommst du Cremes in die Hand gedrückt und Ernährungs-Tipps aufs Auge: Wenn du stillst, auch gerne für dich oder wenn nicht, verträgt dein Kind bestimmt die Milch-Nahrung nicht: Ja, warum stillst du eigentlich nicht?

Sollte dein Kind tatsächlich eine Neurodermitis haben, hast du wahrscheinlich eh viel zu kurz gestillt oder ihm eben die falsche Milch-Nahrung gegeben. Selbst schuld! Aber jetzt kann euch sowieso nur noch ein Heilpraktiker helfen. Oder, falls der Wind aus der anderen Richtung weht: Viele Dosen koritson-haltiger Cremes. Da gibt es auch keine Langzeit-Schäden, wenn du das Zeug nur für 3 Monate anwendest. Bestimmt nicht, versprochen!

Neurodermitis-Kind = Versuchskaninchen

„Also ich habe auch immer trockene Haut und mir hilft am besten diese 15%-ige Urea Creme“, spricht es und schmierte auch schon dein Kind damit ein. „Ich wollte doch nur helfen!“ – “ Ja, ja, wir gehen das mal abwaschen…“ antwortest du, trägst dein brüllendes Kind ins Bad und gibst dir selbst die Schuld: Mal wieder zu langsam reagiert, du Rabenmutter!

Aber wusstest du nicht, dass die Haut ein Spiegel der Seele ist? Das Problem ist überhaupt nicht die Neurodermitis, sondern dein Kind hat in Wahrheit ein psychisches Problem. Also ab zum Psychiater! Oder noch besser: Ein Urlaub am Meer: Der hat doch noch jedem Neurodermitiker geholfen! Und du kannst den jetzt bestimmt auch gut gebrauchen. Oder?

Bis demnächst, deine

Ella von Herzkindmama.de

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