Hochwertige Spielsachen – Shop wie Melly im Gründerinnen-Talk

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Melanie Wiedemann ist Shop-Besitzerin mit echten Werten, denn sie verkauft elektronikfreie und hochwertige Spielsachen in ihrem Online-Shop Shop wie Melly. Ich freue mich sehr, dass sie sich für mein Gründerinnen-Interview die Zeit genommen hat.

1. An welche Spielzeuge aus deiner Kindheit erinnerst du dich heute noch mit den besten Gefühlen?

Als Kind habe ich für mein Leben gerne gepuzzelt. Immer und immer wieder konnte ich das gleiche Puzzle bauen. Auf bestimmte Teile habe ich mich dabei besonders gefreut. Heute kann ich nicht mehr nachvollziehen warum ich manche Puzzleteile besonders mochte, aber es war einfach so.

Später habe ich Knobelspiele für mich entdeckt. Langweilige Besuche bei Verwandten konnte ich mit diesen Spielen mühelos überstehen. Das Lustig dabei war, dass ich die Spiele öfter in die Hände der Erwachsenen geben musste, weil sie es auch probieren wollten.

2. Was war der Auslöser für dich, einen Online-Shop für Kinderspielzeug zu eröffnen?

Das ist eine Geschichte mit Umwegen. Eigentlich bin ich Informatik-Kauffrau. Ich habe in verschiedenen Bereichen im Büro gearbeitet. Dann habe ich die Abend-HAK besucht um die Matura nachzuholen, weil ich beruflich nicht glücklich war. Ich war auf der Suche nach einer Arbeit mit Sinn.

Meine Wahl fiel dabei auf das Studium „Lehramt für Volksschulen“. Im letzten Studienjahr wurde ich schwanger und war fest der Meinung, mein Studium abschließen zu können. Aber die Schwangerschaft hat mir aufgrund vorzeitiger Wehen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich durfte mich für den Rest der Schwangerschaft nicht mehr anstrengen. Meine Tochter kam dann glücklicherweise nur zwei Wochen zu früh und kerngesund zur Welt. Die Aufgaben als Mutter veränderten mein Leben und der Studienabschluss rückte in weite Ferne.

Dann war ich mit dem zweiten Kind schwanger. Die Vorstellung mein Studium niemals abschließen zu können, kam für mich nicht in Frage. Aber die Bachelorarbeit neben zwei Kindern zu schreiben ebensowenig. So habe ich meine Tochter zu einer Tagesmutter gebracht um meine Arbeit schreiben zu können. Im März 2016 konnte ich mein Studium abschließen und im Mai kam meine zweite Tochter zur Welt.

Als meine Kleine 1 1/2 war und ich für sie einen Krabbelstubenplatz bekommen hatte, wollte ich einer halben Lehrverpflichtung nachgehen. Da kam ein böser Katzenbiss dazwischen. Ich konnte meinen rechten Daumen kaum noch bewegen und bekam eine Blutvergiftung. Da auch kein Antibiotikum half, musste ich operiert werden. Einer Arbeit als Lehrerin konnte ich so nicht mehr nachgehen. Ich wollte aber wieder arbeiten. So überlegte ich, was ich machen konnte, ohne meine rechte Hand stark beanspruchen zu müssen.

Als ich in ein kleines Spielzeuggeschäft ging, war ich sehr genervt. Dort gab es nämlich genau das Selbe, wie überall. Reizüberflutung vom Feinsten. In diesem Moment wurde mir bewusst, dass ich Spielzeug verkaufen möchte. Aber nicht das typische Kinderspielzeug, sondern batterieloses, hochwertiges und schönes Spielzeug. Bei mir im Shop findest du hauptsächlich Spielsachen aus Frankreich, nämlich von Djeco und Moulin Roty. Aber auch die deutsche Marke goki und die dänische Marke Bloomingville sind im Shop vertreten.

3. Was machst du alleine für deinen Shop und wo nimmst du Hilfe in Anspruch?

Ich habe alles selbst gemacht. Die Homepage, das Marketing, die Buchhaltung, den Einkauf, den Verkauf, das Lager, den Versand und was sonst noch alles dazukommt. Das Logo habe ich zuerst selbst gemacht und dann hat mir eine liebe Freundin beim Feinschliff geholfen.

Irgendwann habe ich gesehen, dass das Marketing sehr viel Geld frisst und dass ich darin kein Experte bin. Deshalb habe ich mich bzgl. Facebook- und Google-Werbung beraten lassen, zu einem Profi wurde ich dadurch aber nicht.

Für die Buchhaltung habe ich inzwischen eine liebe, kluge Frau gefunden, die mir einen Teil meiner Buchhaltung macht und mich bzgl. der Dinge berät, die ich selbst mache.

4. Welches Spielzeug würdest du NIE in den Shop aufnehmen, selbst wenn die Nachfrage groß wäre?

Niemals würde ich Barbies in mein Sortiment aufnehmen. Die mochte ich schon als Kind überhaupt nicht und mir ist ganz wichtig, dass ich hinter den Produkten stehe, die ich verkaufe.

5. Beschreibe deine typische Kundin:

Eine schwierige Frage bei einem Onlineshop. Aber da auch Kundinnen zu mir in mein Lager nach Alkoven kommen, kann ich doch ein wenig was dazu sagen.

Meine Kundinnen sind meist Mamas bzw. Omas, die auf der Suche nach guten Spielsachen sind. Ihnen ist wichtig womit ihre Kinder und Enkelkinder spielen und sie sind, wie ich, auch genervt vom üblichen Angebot. Der Umweltgedanke bzw. der Gedanke an die Nachhaltigkeit spielt bei den meisten eine wichtige Rolle. Viele sagen, dass sie die Holzspielsachen aus ihrer eigenen Kindheit noch immer haben. Die Plastikspielsachen wurden aber alle brüchig und somit entsorgt.

6. Was war für dich das Wichtigste bei der Wahl, deines Shop-Systems?

Für mich war wichtig, dass ich den Shop selbst erstellen und das System selbst warten kann. Ebenso wichtig war mir, dass ich den Shop individuell anpassen kann.

7. Welche Arbeit würdest du am liebsten outsourcen? Was liegt dir garnicht?

Marketing. Marketing ist für mich ein ganz schwieriges Thema. Ich bin nicht die typische Verkäuferin. Ich bin überzeugt von meinen Produkten, will aber niemandem etwas aufdrängen.

8. Was würdest du im Nachhinein anders machen in Bezug auf den Shop-Start?

Ich wüsste es nicht. Eigentlich fand ich es genau richtig. Ich bin mit dem Shop gewachsen und der Shop mit mir.

9. Dein Lieblings-Zitat?

In Bezug auf Kinder:

Ich glaube, dass Erziehung Liebe zum Ziel haben muss. (Astrid Lindgren)

In Bezug auf das Leben:

Lache, wenn es nicht zum weinen reicht! (Herbert Grönemeyer)

Liebe Melly, ich danke dir für deine Erfahrung und wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinem sympathischen Online-Shop.

Und du? Bist du vielleicht auch Gründerin und möchtest gerne in dieser Artikel-Reihe dabei sein? Melde dich einfach bei mir über ella@herzkindmama.de

Meine nächste Interview-Partnerin ist die Gründerin von trackle, eines Zyklus-Tracking-Systems, welches ich gerade selbst testen darf. Ich freue mich, wenn du bald wieder bei mir vorbei schaust.

Alles Liebe, Ella

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