Verabreden zum Kuscheln? Ritual gegen Stress

Posted on 22. Februar 2017 in Entschleunigen
Verabreden zum Kuscheln

Ihr trefft euch nicht zum Kuscheln? Dann wird es aber höchste Zeit. Denn Streicheln und Umarmungen reduzieren nachweislich Stress. Das „Kuschel-Hormon“ Oxytocin wird schon bei kleinen Berührungen in der Haut freigesetzt. Warum also nicht diese wissenschaftliche Erkenntnis in den doch relativ stressigen Familien-Alltag einbauen?

Kuschel-Zeit = „hug time“

Die Psychologin Andrea Kaluza sprach in ihrem Vortrag zum Thema Stress-Bewältigung von der „Sofa-Zeit“. Ein fester Termin zum Entspannen und Kuscheln. Eine übertriebene Form dieser „Hug Time“* wird im Film „Trolls“ praktiziert. Dort werden die kleinen, bunten Wesen durch leuchtende Armbänder an regelmäßige Umarmungen (engl. hugs) erinnert.

Eine stündliche Erinnerung zum Kuscheln ist natürlich Quatsch. Das würde eher Stress verursachen, als diesen zu reduzieren. Aber eine tägliche oder zumindest wöchentliche Sofa-Zeit ist in fast jeder Familie umzusetzen. Zum Beispiel nach dem Abendessen:

Kuscheln „after dinner“

Nach dem Essen sollst du ruhn’… Da bietet es sich natürlich an direkt von der gemeinsamen Mahlzeit in die Sofa-/Kuschel-Zeit überzugehen. Zuerst Nahrung für den Körper, anschließend für die Seele. Dies könnte vielleicht sogar für den ein oder anderen eine Art Nachspeisen-Ersatz werden (zum Beispiel zur Reduzierung des „Winter-Specks“).

Wir haben die „Hug Time“ letzte Woche nach dem gemeinsamen Abendessen das erste Mal ausprobiert. Am folgenden Tag kam zum Ende des Abendessens schon wie aus der Pistole geschossen: „Kuschel-Zeit!!!“ Auch die Kinder genießen diese besondere Zeit.
Bei uns wird dadurch die zwanzig minütige Essens-Zeit zu ungefähr vierzig Minuten Familien-Zeit erweitert. Unsere Mädchen sind fast vier und sechs Jahre alt. Ob auch Teenager sich auf eine gemeinsame Sofa-Zeit einlassen würden? Ich denke das muss man einfach ausprobieren.

Kein Kuschel-Zwang

Es sollte natürlich niemand zum Kuscheln genötigt werden: Ein „Nein“ ist ein „Nein“. Das muss respektiert werden. An manchen Tagen fühlt man sich vielleicht einfach nicht so wohl in seinem Körper und möchte dann nicht berührt werden. Der Eine wird die „Sofa-Zeit“ eher verlassen als der Andere. Kuschel-Zeit als Angebot. Nicht als Pflicht!

Wir werden die „Hug Time“ auf jeden Fall weiterhin in den Familien-Alltag integrieren. Es stärkt das „Wir-Gefühl“ ungemein und auch der Stress-Pegel ist schon ein bisschen gesunken. Was haltet ihr von einer gemeinsamen „hug time“? Und wie würdet ihr diese gestalten?

Eine gute Zeit und bis bald,

Ella von Herzkindmama.de

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