Tod und Geburt und wie sich beide ähneln und zusammenhängen

Posted on 29. Januar 2018 in Erfahrungen

Tod. Loslassen. Geschehen lassen. An seine Grenzen stoßen. Über sich hinaus wachsen. Nicht mehr können. Zählen. Gehen. Kommen. Geburt.

Da ist diese Anspannung. Erwartung. Und doch passiert es unerwartet. Man weiß nie genau: War das jetzt ein Fehlalarm? Wie lange wird es noch so gehen?

Tod und Geburt erleben

Ich habe Geburten erlebt: Die beiden Geburten meiner eigenen Kinder. Und nun habe ich einen Tod, das Ableben meiner Oma, hautnah miterlebt.

Und diese zwei – Tod und Geburt – haben viel gemeinsam, obwohl sie uns als zwei gegensätzliche Ereignisse bekannt sind.

Da sind so viele fremde Menschen, die plötzlich diesen einschneidenden Moment in deinem Leben mit dir teilen:

Einige sind für dich wie Engel, weil sie dir eine PDA geben oder auf andere Weise den Schmerz lindern oder deine Seele berühren.

Andere provozieren etwas in dir und zeigen dir, wer du bist und was du willst. Und auch mit denen musst du klar kommen. Das ist die Task.

Tod, Geburt und Zählen

Am Anfang zählt man Wehen. Am Ende zählt man Atemzüge. Die einen Abstände werden kürzer. Die anderen werden länger. 17 – 23 – 26 – Zählen ist wie ein Gebet. Ein Mantra. Fokussieren. Alles andere wird nebensächlich.

Man lebt im Moment. Von Atemzug zu Atemzug. Und dann, wenn das Ereignis endlich eintritt, ist es so surreal: Plötzlich einen kleinen Menschen in den Armen halten. Plötzlich ein toter Menschen im Raum.

Die Anspannung fällt ab. Tränen. Einer mehr im Raum. Ein Mensch weniger im Raum. Ein neuer Lebensabschnitt.

Danach gibt es erstmal so viel zu organisieren und zu tun, dass du gar keine Zeit mehr hast, an dein Glück oder deinen Schmerz zu denken.

Nach und nach kommen die Gefühle erst hoch: Erleichterung. Dankbarkeit. Schmerz. Sinn. Unsinn. Verbundenheit. Liebe.

Tod und Wiedergeburt

Unsere Kinder gehen mit dem Thema Tod oft viel angstfreier um als wir. Und meine Tochter erzählte mir am Todestag meiner Oma, was sie in der Schule gelernt hat:

Die Seele sucht sich ein neues Baby.

So muss es sein.

Was meinst du?

Übrigens: Die Matrix ist die Gebärmutter, die Mathematik, die Logik, die Ordnung, der Punkt des Entstehens.

1 Comment

  • Reply Sabienes 31. Januar 2018 at 20:56

    Nicht viele junge Menschen erleben einen Tod so hautnah, wie du es getan hast. Viele, die den Todesfall eines geliebten Menschen erlebt haben, entwickeln eine solche Seelentiefe, wie du es tust. Lass dir das nicht nehmen, aber passe trotzdem auf dich auf! Es gibt sehr viel Leben in eurem Haus und du wirst gebraucht.
    LG
    Sabienes

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