Quarantäne oder „Zimmerservice“

Posted on 19. Januar 2017 in Entschleunigen/ Erfahrungen

Oft hört man ja „Das Schlimmste, was einem in der Mutter-Kind-Kur passieren kann, ist Quarantäne wegen Magen-Darm-Virus“. Echt jetzt? Hallooooooo? -> Zimmerservice? Also dann lieber Magen-Darm in der Mu-Ki-Ku als zu Hause, oder? Und hier in der Kur ist das Risiko sich „etwas zu holen“ wahrscheinlich geringer als im normalen Kindergarten, in der Schule oder am Arbeitsplatz, allein durch die ganzen…

Vorkehrungs-Maßnahmen

Am ersten Tag nach der Anreise kommt man gleich in den Genuss, der berühmt berüchtigten Hygiene-Schulung. Dort wird dem ein oder anderen schon allein beim Gedanken an eine 48 Stunden-Quarantäne leicht schlecht: „Gehe direkt ins Zimmer. Gehen nicht über Los und ziehe keine 2.000 D-Mark ein.“

Zur Vorbeugung der Verbreitung etwaiger Krankheitserreger, stehen und hängen ja in allen Ecken der Kur-Anlage diese Spender für das „magische Zauberwasser“, das man so lange zwischen den Händen reiben muss, bis es verschwunden ist (laut Hygiene-Schulung der Kinder).

Wenn dann aber doch…

Leider versteht Zauberwasser sich nicht so gut mit Neurodermitis an den Händen. Weshalb ich für unsere Jüngste hierbei Nutzen und Risiko abwägen musste (also Risiko für die Verschlechterung der Haut und Nutzen für die Infektions-Vorbeugung).

Und aus vielleicht diesem Grund ist uns nach einer Woche Mu-Ki-Ku unser schwächste Glied in der Kette weggebrochen…. also erbrochen oder wie die Kleine so schön sagt: „Ich habe Verbrechung.“

Ihr seht, ich nehme das ganze hier mittlerweile mit Humor. Und wenn man sich dem ganzen Prozedere, das nun folgt, ein bisschen öffnet, ist es echt spannend. Wie zum Beispiel der…

Quarantäne – Eimer

Ist man nach der ersten „Verbrechung“ (in unserem Fall in der Kinderbetreuung, die mich dann anrief um die Kinder abzuholen) auf seinem 3-Zimmer-Appartment angekommen, kommt auch schon bald jemand vom Pflegedienst mit einem reichgefüllten „Geschenkkorb“:

Eigentlich ein kleiner weißer Eimer, der zusammen mit einer netten Unterweisung geliefert wird. Das erste Präsent „Salzstangen und Zwieback“ wird von den Kindern freudig in Empfang genommen. Wir sind also weit entfernt von „Weltuntergangs-Stimmung“.

In dem Eimer sind außerdem enthalten: Ein 100er-Pack sterilisierende Feuchttücher, die sogar Noro-Viren killen. Ein Pack Papier-Handtücher, da wir keine Frottee-Handtücher mehr benutzen sollen. Mehrere Brech-Schälchen, Mülltüten, Wäsche-Tüten, Gummi-Handschuhe und eine „OP-Maske“.

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Ärztliche Hausbesuche, Raum-Reinigung & Zimmer-Service

Ich glaube allein diese drei Tatsachen klingen für jede Mutter mit kranken Kindern schon wie ein 6er im Lotto 😀 . Kein Erbrochenes im Auto auf der Fahrt zum Kinderarzt. Private Medikatmenten-Lieferungen. Wohnungs-Putz zweimal täglich. Frühstück, Mittag- und Abendessen? Alles aufs Zimmer!

Nicht zu vergessen die total lieben Besorgungsangebote der anderen Kur-Mamis alla „Soll ich dir was vom Supermarkt mitbringen?“ & „Ruf an, wenn du irgendwas brauchst!“ – Einfach klasse!

Und das Ausgangs-Verbot? Auch wenn der Begriff Quarantäne vielleicht darauf schließen lassen könnte, dürfen wir sehr wohl die Klinik für einen Spaziergang auf direktem Weg verlassen. Denn frische Luft tut bei Krankheiten bekanntlich gut.

Da kann man ja nur schnell wieder gesund werden und bei 3 Wochen Kur ist es sehr wahrscheinlich, dass wir unsere Therapien bald wieder fortsetzen können. Also alles kein Bein-Bruch und kein Grund Angst vor der Mutter-Kind-Kur zu haben.

Alles Liebe aus der Kur, eure

Ella von Herzkindmama.de

Mein Fazit zur Mutter-Kind-Kur findet ihr mittlerweile hier.

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