Thank you for parenting your Children

Posted on 3. Juni 2017 in Erfahrungen/ Mama sein
Thank you Eltern HerzKindMama Mamablog

Da war er. Der Satz, von dem ich nie geglaubt hätte, ihn je gesagt zu bekommen. Und noch dazu von einer mir vollkommen Fremden. Warum nicht? Naja, ich rechne aus Erfahrung eher mit Sätzen wie: „Ihr Kind redet aber ganz schön viel.“ oder „Mit den Zweien haben sie bestimmt alle Hände voll zu tun.“ Ja, alles schon dabei gewesen.

Mit meinen Mädchen (4 & 6) an öffentlichen Orten, bin ich immer in „Hab-Acht-Stellung“: Sind sie zu laut? Fühlt sich schon jemand belästigt? Nur schnell die wichtigsten Einkäufe zusammen geklaubt und ab nach Hause. Oh Shit – Quängelzone. Puuuhh geschafft. Solche Gedanken-Gänge habe ich zwar nicht immer, aber oft genug. An anderen Tagen werfe ich mir meinen „Mir-Ist-Alles-Wursch-Tarnmantel“ über den Kopf.

„Thank you –

for parenting your Children the Way you did.“

Was genau ist vor diesem Satz passiert? Eigentlich waren wir unterwegs zu einem Augenarzt-Termin meiner beiden Brillenkinder und wollten nur schnell ein paar Sachen im Drogeriemarkt mitnehmen. Als wir den Laden betraten entdeckte meine 4-Jährige ein jüngeres, fremdes Mädchen und lief freudestrahlend auf sie zu. Innerlich war ich darauf eingestellt, meine Tochter gleich zurück halten zu müssen, weil das Mädchen oder die Mutter abweisend reagieren könnten, wie schon so oft der Fall. Aber es kam ganz anders.

Die 2-Jährige „Isabella“ (wie sich herausstellte eine Namensverwandte von mir) und meine Töchter knüpften schnell ein freundschaftliches Band. Besonders meine Jüngste spielte sehr liebevoll mit dem kleinen Mädchen und hüpfte mit ihr durch die Gänge, während Isabella’s Mutter mich fragte, ob ich Englisch spreche. Wir unterhielten uns also in der gemeinsam Zweitsprache. Sie erzählte mir, dass sie aus Rumänien kommt und noch nicht lange hier in Deutschland lebt.

Talking to a Stranger

Leider wären, ihrer Meinung nach, die Deutschen und ihre Kinder allgemein eher zurückhaltend und abweisend. Auch ich erzählte ihr von meinen Erfahrungen und dass ich Deutschland oft als „child-unfriendly“ empfinde. Ja, ich habe immer etwas Angst, dass meine Kinder „zu laut“ sein könnten. Die Reaktion einer älteren Dame auf unsere zwei hüpfenden Mädels, bestätigte mein Gefühl mal wieder: „Was ist den hier los?“ – „Ein spontanes Treffen :)“ Und die Dame ging mit einem abschätzigen „Soso“ weiter.

Wir mussten dann auch zu unserem Arzt-Termin, aber den letzten Satz, den Isabella’s Mama zu mir sagte, werde ich nie vergessen. Dieser Satz hat nun einen Platz bei den „Sticky-Notes“ auf meine Handy, neben den anderen positiven Sätzen, die mir meine Gruppen-Mamas aus der Mutter-Kind-Kur mitgegeben haben: „Thank you for parenting your children the way you did.“ Welcher Weg das ist? So genau weiß ich das selbst nicht. Aber ganz falsch kann er wohl nicht sein.

Thank you!

Und nun frage ich mich: Warum sagen Eltern (mich eingeschlossen) einander nur so selten etwas Positives? Wir sind schnell dabei, andere für ihr „Fehlverhalten“ zu kritisieren. Doch wären wir nur halb so schnell damit, andere Eltern für ihre Bemühungen zu loben, dann wäre Elternschaft eine viel schönere und dankbare Aufgabe. A rewarding Task! Was meinst du?

Alles Liebe, deine

Elternblog Mama Blogger Herzkindmama - Ella

2 Comments

  • Reply Rainer 6. Juni 2017 at 22:31

    Es ist nicht immer einfach die positiven Aspekte zu sehen. Wie immer achten wir nicht nur bei unseren eigenen Kinder sondern auch bei fremden Kinder auf die Fehler. Schnell ist ein störendes hüpfendes Kind Hyperaktiv oder verhaltensgestört obwohl in dem tuen viel mehr Energie und Leistung stecken. Deswegen positives Feedback ist extrem schwierig weil unsere deutsche Gesellschaft auf perfektion hin arbeitet. Jedes Kind mit Ecken wird geglättet so das es in irgendeine vorgefertigte Schublade passt. Du kannst stolz auf deine Kinder und Erziehung sein. Weiter so.

    • Reply Ella 6. Juni 2017 at 22:46

      Hallo Rainer, ja das stimmt es wurde auch schon getestet WIE wir Dinge annehmen, die über uns gesagt werden. Und es kam dabei heraus, dass wir dazu tendieren negativen Dingen mehr Glauben zu schenken, als positiven Aussagen. Das sagt doch schon so einiges: Wirklich traurig ?. Es ist auch immer ein zweischneidiges Schwert, was das Beste für meim Kind ist: Dass es sich frei entwickelt oder das es in der Gesellschaft nicht aneckt? Liebe Grüße, Ella ?

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