Zyklustracking mit Katrin Reuter von „trackle“ im Gründerinnen-Talk

Heute darf ich zusammen mit Katrin Reuter, Expertin für Zyklustracking und Gründerin von „trackle“, ein paar spannende Fragen zu ihrem Produkt und Start-up beantworten. Da ich trackle gerade seit 4 Wochen selbst teste, habe ich natürlich einige Fragen:

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Zyklustracking funktioniert schon mal sehr gut, aber kann es sein dass der trackle Sensor auch den Beckenboden trainiert?

Katrin: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der trackle auf jeden Fall das (auch ziemlich tabuisierte) Thema „Beckenboden“ präsent macht – denn je nach individuellem Beckenboden-Stand sitzt der trackle anders. Und ich finde, das verändert sich auch im Laufe des Zyklus. Ich glaube nicht, dass er den Beckenboden trainiert, denn man spürt ihn ja nicht beim Tragen und kann ihn deshalb auch nicht „festhalten“, aber vielleicht unterscheidet sich das auch von Frau zu Frau?

Ella: Ich habe das Gefühl, dass der trackle, da er doch ein wenig Gewicht hat, den Beckenboden verbessert ähnlich wie ein Vaginalkegel.

Du hast trackle aus dem eigenen Bedürfnis heraus entwickelt, die Temperatur-Methode zu vereinfachen. Was waren deine größten Probleme mit anderen Mess-Methoden?

Katrin: am meisten hat mich gestört, dass man den punktuell gemessenen Wert am Morgen so leicht verfälschen kann, durch Unregelmässigkeiten im Alltagsablauf oder Alkohol oder ungewohnte Schlafenszeiten oder oder oder…Dass man morgens immer zur gleichen Zeit messen musste. Und dass man die Messerei immer „unter aller Augen“ veranstalten muss, weil man vorher nicht aufstehen darf. Mich haben dann morgens immer Mann, zwei Kinder und der Hund komisch angeguckt, wenn ich mit einem Thermometer im Mund dalag…;-)

Ella: Ja das mit dem „Im Bett messen müssen“ war für mich auch ein Problem. Besonders wenn man morgens dringend mal wohin muss.

Trackle löst nun diese Probleme: Wie sieht dein typischer Alltag mit trackle aus?

Katrin: Ich schlafe, wenn ich schlafe. Und stehe auf, wenn ich aufstehe. Das manuelle Messen spielt keine Rolle mehr – und ich kann mich trotzdem auf die Werte verlassen. Außerdem muss ich nicht mehr selbst interpretieren und auf- und abrunden, obwohl ich noch gar nicht richtig wach bin…:-)
Die Routine, den Sensor einzusetzen, ist zum Zähneputzen abends dazugekommen.

Zyklustracking Device trackle

Aus welcher beruflichen Ecke kommst du ursprünglich?

Karin: Ich habe einen Magister in Politik, Geschichte und Musikwissenschaft gemacht und bin dann über Online Redaktionen und Arbeit in Web-Agenturen immer näher an das Thema „Software“ rangerückt. Bevor ich trackle gemacht habe, war ich Unit Director in einer Agentur.

Wie bist du in der Gründungsphase mit Gegenwind umgegangen und was hat dir geholfen deinen Traum zu verwirklichen?

Katrin: Es gab von Anfang an einen harten Kern an Unterstützer*innen, die an uns und an die Idee geglaubt haben und uns an vielen Ecken und Enden unterstützt haben, wenn wir selbst nicht weiterwussten. Und da gab es jede Menge Dinge, mit denen wir uns vorher nicht auskannten. Gegenwind gab es natürlich auch immer. Ich habe versucht, eine gute Nase für konstruktive Kritik und gute Hinweise zu entwickeln – und mich von Schwarzmalern und Bedenkenträgern fernzuhalten.

Zyklustracking – Was sind die drei besten Argumente für trackle?

Katrin: 1) Einfach in der Anwendung, auch wenn man gar nicht so bewandert ist in der Methode
2) Verlässlich in der Auswertung, weil es auf einer sehr gut ausgeforschten Methode basiert
3) ein cooles, modernes Device für selbstbestimmte und informierte Frauen

Ein Produkt auf den Markt zu bringen ist meist nicht frei von Stolperfallen: Welche Probleme konnten du und dein Team zuletzt erfolgreich lösen?

Katrin: Puh, ja, das kann man wohl sagen…;-) die Produktion von Hardware ist wirklich sehr komplex, da gab es einige Situationen, wo Bauteile oder sonstige Bestandteile nicht mehr lieferbar oder kaputt oder beides waren, das war manchmal gar nicht so einfach zu lösen. Die größte inhaltliche Herausforderung war wohl die Medizinproduktezertifizierung, das ist wirklich ein komplizierter, langwieriger und teurer Prozess, der sehr viel Fachwissen erfordert. Und manchmal ist die größte Herausforderung, dass es viel spannende, tolle Arbeit gibt – aber der Tag nur 24 Stunden hat.

Was gibt es nun nach der Produktveröffentlichung zu tun? Und welche Aufgaben-Bereiche kannst du gut abgeben?

Karin: Wir freuen uns total darauf, im Jahr 2019 ganz viele neue trackle-Kundinnen zu gewinnen und kümmern und gerade intensiv um Marketing. Aber wir wollen das Produkt auch technisch weiterentwickeln und unser Team soll weiter wachsen und gedeihen. Da ist es mir sehr wichtig, präsent zu sein und die trackle-Kultur weiterzubringen. Grundsätzlich kann ich gut abgeben – und manchmal legen mir die Kolleg*innen auch höflich nahe, Dinge abzugeben. Wenn es zum Beispiel um sehr detaillierte Arbeit geht oder handwerkliche Aufgaben, die viel Sorgfalt erfordern, da lächeln sie weise und schicken mich weg, Brötchen holen…;-)

Ist momentan allgemein eine gute Zeit für Frauen-Produkte?

Katrin: Wir sind auf dem Weg, aber der Weg ist noch sehr, sehr weit. Ich finde, Frauen und Frauenprodukte sind im Tech- und Startup-Bereich noch erschreckend unterrepräsentiert, und Geld zu beschaffen ist auch international für Frauen deutlich schwieriger. Andererseits gibt es eine Menge Möglichkeiten, um ein Business zu starten, man kann schnell Prototypen bauen, günstig Material bekommen und die Technik wird immer besser.

Kannst du dir vorstellen noch weitere Produkte für Frauen auf den Markt zubringen?

Katrin: Klar! Mir macht die Arbeit für und mit Frauen sehr viel Spaß, wir erfahren viel Zuspruch und sehr wertvolle Rückmeldungen. Und es gibt so ein Gefühl der Verbundenheit bei dem Thema, das man schwer beschreiben kann, das aber sicher ganz viele Frauen kennen.

Ella: Ja, das denke ich auch, denn die Probleme bei denen trackle hilft, betreffen uns fast alle irgendwann in unserem Leben: Sei es Verhütung oder Kinderwunsch. Und das sind meiner Erfahrung nach wirklich schwierige Theme, für deren Lösung hauptsächlich hormonelle Mittel angeboten werden, von denen viele Frauen einfach weg wollen.

Vielen Dank für diesen tolle  Gründerinnen-Talk. Und du? Melde dich gerne bei mir, wenn du als Gründerin einmal aus dem Nähkästchen plaudern möchtest: ella@herzkindmama.de

Alles Liebe,

Ella

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