Blutiges Business: Die CEOs der erdbeerwoche im Gründerinnen-Talk

Posted on 10. September 2018 in Anzeige/ Gründerinnen-Talk

Annemarie und Bettina haben ein blutiges Unternehmen: Sie sind Gründerinnen einer Plattform für nachhaltige Monatshygiene, die „erdbeerwoche“ heißt.

Aus welcher beruflichen Ecke kommt ihr?

Wir haben viele Jahren in der Nachhaltigkeitsbranche gearbeitet und Unternehmen dabei beraten, wie sie ihre Produkte und Prozesse ökologischer und sozialer gestalten können. Obwohl wir mit den unterschiedlichsten Branchen zu tun hatten, war ein Bereich dabei völlig ausgeklammert: die Monatshygiene!

Wie kam es dazu, dass ihr euch mit diesem Thema selbstständig gemacht habt?

Eher zufällig sind wir auf die Meldung eines Biotampon-Herstellers gestoßen, der auf die Problematik konventioneller Tampons und Binden aufmerksam machte. Dass diese Meldung unser Leben verändern und uns zu Unternehmerinnen machen sollte, hätten wir zum damaligen Zeitpunkt noch nicht gedacht.

Was waren die Stolpersteine?

Stolpersteine in der Unternehmensgründung und auch im Alltag als Unternehmerinnen gibt es natürlich viele. Wichtig ist, wie immer im Leben, ein gutes Netzwerk zu haben und sich nicht zu scheuen Fragen zu stellen und die vielen Angebote, die es für Start-ups mittlerweile gibt, zu nutzen.

Und: Sich nicht entmutigen zu lassen! Aus unserer Sicht gibt es nichts Sinnvolleres an etwas zu arbeiten, was nicht nur Sinn für einen selbst, sondern auch für andere macht.

Wie reagierte euer Umfeld, besonders auf Grund des Themas?

Von „Spinnt ihr total?“ bis „Großartig, dass endlich mal jemand über Menstruation spricht!“ war alles an Reaktionen dabei. Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass wir viel Offenheit und Entspanntheit von Frauen und Männern zurückbekommen, wenn wir offen über das Thema Menstruation und die Probleme der Frauen damit sprechen.

Obwohl sich hier gerade in den letzten 1-2 Jahren viel beim Thema Menstruation in der Öffentlichkeit – gerade auch durch Social Media – getan hat, wird es noch dauern, bis wir wirklich unsere Mission erfüllt haben: Dass das Thema Menstruation in unserer Gesellschaft ohne Scham behandelt wird und alle Frauen Zugang zu den gesunden Alternativen haben.

Was war euer bisher größter Erfolg mit der „erdbeerwoche“?

Wir sind besonders stolz, dass wir mittlerweile einen großen Impact durch die erdbeerwoche erzielen konnten. Wir haben bisher z.B. mehr als 5 Millionen konventionelle Hygieneprodukte durch die nachhaltigen Alternativen in unserem Shop ersetzen können. Ein weiteres Highlight, das uns in unserer Arbeit immer bestärkt: Ca. 90% unserer Kundinnen haben uns in einer Umfrage rückgemeldet, dass sich ihr Verhältnis zu ihrem Körper und ihrer Menstruation durch den Umstieg auf unsere Produkte verbessert hat.

Was ist euer Lieblingsprodukt im Shop?

Schwierig 😉 Wir testen natürlich alle unsere Produkte und haben auch einen strengen Kriterienkatalog, nach denen wir die Produkte bewerte. Was uns besonders freut: Immer mehr Frauen steigen auf Zero-Waste-Produkte wie die Menstruationskappe oder waschbare Stoffbinden und Stoffslipeinlagen um und sparen sich so richtig Geld und Müll. Alleine eine Menstruationskappe spart z.B. bis zu 2000 Tampons ein!

Was würdet ihr heute anders machen?

Ganz ehrlich: nicht viel! Wir konnten uns die letzten Jahre von einer reinen Aufklärungsplattform hin zu einem Menstruations-Business mit unterschiedlichen Säulen bewegen. Besonders stolz sind wir auch auf unser neues Aufklärungsprojekt namens READY FOR RED (www.ready-for-red.com), mit dem wir Jugendlichen alles Wissenswerte zu Menstruation, Zyklus & Co. vermitteln. Dass wir dieses Projekt einmal umsetzen können, haben wir uns zu Beginn der erdbeerwoche nicht erträumen lassen! Übrigens: Interessierte Schulen, Lehrkräfte und Eltern können sich bei Interesse gerne an team@readyforred.com melden!

Was sind die Stärken der jeweils anderen?

Wir haben tatsächlich beide ähnliche Stärken. Wir sind beide sehr offene und kommunikative Menschen mit einer gemeinsamen Vision! Das verbindet vor allem in Krisenzeiten und da es sowieso nicht möglich ist, alle Skills eines Unternehmens selbst mitzubringen, haben wir mittlerweile ein gutes Netzwerk, an das wir uns wenden können.

Liebe Annemarie, liebe Bettina. Vielen Dank für euer Feedback und weiterhin viel Erfolg für die „erdbeerwoche“.

Alles Liebe,

Ella

 

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